Losung des Tages

13. Juli 2024

Wer ruft die Geschlechter von Anfang her? Ich bin's, der HERR, der Erste, und bei den Letzten noch derselbe.
Jesaja 41,4

Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige.
Offenbarung 1,17
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Gedanken zum Monatsspruch

Pastor Herrmann
Pastor Herrmann

Monatsspruch für Juli / August: Psalm 147,3 
Der HERR heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.

Liebe Leser!

Der Psalmist zählt viele Gründe auf, um Gott zu loben. Umgeben von Menschen, die ihn bedrängen, die ihre Überlegenheit ihm gegenüber zeigen, ihn einschüchtern wollen, schaut er auf Gott. Er sitzt immer am längeren Hebel. Er handelt in der Völkerwelt, stiftet einen Bund mit dem kleinen Israel, bringt die Verstreuten zusammen. Der Kosmos gehorcht ihm. Die vielen Sterne hat er mal locker durchgezählt, kennt sie alle.

Wie viele Menschen schauen ehrfurchtsvoll zum Himmel auf? Manche glauben gar an die Macht der Gestirne, einfach lachhaft. Sie sind alle in Gottes Hand. Gott sorgt für seine Schöpfung. Ihm haben wir es zu verdanken, dass der Himmel noch „funktioniert", Pflanzen wachsen, Tiere sattwerden, dass der Kreislauf des Lebens noch funktioniert, auch wenn der Mensch vieles kaputtmacht. Selbst die Raben werden von ihm versorgt. Dabei können gerade die gut für sich selbst sorgen. Es sind starke, kräftige Vögel.

Aber Gott sorgt sich auch um die Starken, hat ein Herz für Mächtige, wenn sie um ihre Grenzen wissen und trotz ihrer Stärke auf ihn hoffen. Aber er kümmert sich auch um die Schwachen, die ein zerbrochenes Herz haben, die verwundet sind. Er richtet die Elenden auf und zeigt denen, die andere mutwillig unterdrücken, wer hier das letzte Wort hat. Er will heilen, was verletzt ist. Böse Worte können verletzen, auch Gleichgültigkeit. Jede böse Tat von außen zugefügt, hinterlässt innere Wunden.

Gott kümmert sich liebevoll um unser Inneres, unsere Innenseite. Er tut es durch andere Menschen, auch durch sein Wort. Gott sendet sein Wort zur Erde, so heißt es in Vers 15. Er spendet Schnee wie Wolle, wirft Eis in Brocken herab. Es sind starke Bilder. Wer ein zerbrochenes Herz hat, sagt vielleicht: Meine Hoffnung liegt auf Eis oder meine Seele steckt im Frost. Alle anderen um mich herum haben die Sonne im Herzen, nur in meinem Leben ist es kalt, tot. Doch dann kommt sein Wort und lässt es schmelzen. Behutsam geht Gott da vor. Nach der Kälte kommt nicht gleich die große Hitze. Meine erfrorene Seele darf allmählich auftauen.

Wie Gott auch immer in deinem Leben handelt, es entspricht deinem Wesen, passiert immer fein abgestimmt. Manchmal ist es ein langer Weg. Oder es öffnet sich plötzlich eine Tür und du schaust auf weites Land. Manchmal ist das Land, in dem du lebst, auch eng, wird enger. Dann schenkt er dir darüber Frieden. Er schafft deinen Grenzen Frieden. (Vers 14)

Ihr Pastor Jochen Herrmann