Losung des Tages

23. Februar 2020

Ihre Gemeinde soll vor mir fest gegründet stehen.
Jeremia 30,20

Durch Jesus Christus wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn.
Epheser 2,21
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Gedanken zum Monatsspruch

Pastor Herrmann
Pastor Herrmann

Monatsspruch für Februar: 1. Korinther 7,23
Ihr seid teuer erkauft, werdet nicht der Menschen Knechte.

Liebe Leser!

In der Antike war es üblich, dass man auch mal Sklaven oder Kriegsgefangene freigekauft hat. Dafür musste der "Freikäufer" dann ordentlich Gold und Silber auf den Tisch legen. Das war kein billiger Handel. Das war teuer erkauft. Aber dafür waren sie dann frei und konnten fortan in Freiheit leben.

Paulus erinnert die Christen in Korinth an ihren Freikauf, für den ein hoher Preis gezahlt worden ist. Mit seinem Leben hat Jesus Christus dafür bezahlt, dass sie frei von Schuld und Gottestrennung leben dürfen. Durch Jesus haben sie einen himmlischen Vater und dürfen sich Kinder Gottes nennen.

Allerdings ist diese Freiheit jedes Mal in Gefahr, wenn ich sie losgelöst von dem lebe, der mich freigekauft hat. Alles ist mir erlaubt! Mit diesem Ruf auf den Lippen haben einige in Korinth Umgang mit Prostituierten gehabt. (1. Kor 6, 13ff.) Paulus argumentiert, dass solch ein Verhalten kein Ausdruck von Freiheit ist. Ganz im Gegenteil: Ich begebe mich in neue Abhängigkeiten. Auch wenn ich Drogen nehme und andere Süchte in meinem Leben aufbaue, werde ich wieder zum Knecht und schädige das, was Gott mir an guten Möglichkeiten gegeben hat. (1. Kor 6, 19)

Wenn ich Menschenmeinungen über Gottes Willen stelle, höre ich auf, frei zu sein. Petrus und Johannes predigen das Evangelium in Jerusalem. Und sie wissen sich darin von Gott berufen. Als sie von den Juden verhaftet und vor den Hohen Rat gestellt werden, haben sie für ihr Verhalten nur diese eine Begründung: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. (Apostelgeschichte 5, 29)

Die Freiheit, in die mich Christus stellt, hebt nicht die Unterschiede auf, mit denen eine Gemeinde klarkommen muss. Gerade in Korinth waren sie krass. Da saßen Sklavenhalter und Sklaven im Gottesdienst nebeneinander. Da gab es reiche Unternehmer und arme Tagelöhner. Aber wenn sie sich getroffen haben, war die gesellschaftliche Stellung nicht mehr maßgeblich für das Miteinander. Der Sklavenhalter hat dem Sklaven beim Abendmahl gedient. Der reiche Unternehmer hat dem armen Tagelöhner die Füße gewaschen.

Jesus Christus hat sie zu einem neuen Umgang miteinander befreit. Sie sind nun Schwestern und Brüder, weil sie Jesus zum Bruder haben und Gott zum Vater. Jesus Christus hat sich in großer Freiheit wie ein verurteilter Sklave ans Kreuz schlagen lassen. Wer sich zu diesem Herrn bekennt und das vollbrachte Opfer annimmt, der lebt seine neue Berufung, dient seinem Herrn und seinen Geschwistern, unabhängig von seiner sozialen Stellung, seiner Nationalität und seinem Geschlecht.

Ihr Pastor Jochen Herrmann