
Monatsspruch für Dezember: Maleachi 3,20
Gott spricht: Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln.
Liebe Leser!
„ ... und ihr werdet herauskommen und hüpfen wie Kälber aus dem Stall." So endet der Vers 20. In Kapitel 3 geht's um das Endgericht. Es erinnert an das, was Johannes auch in einer Offenbarung sieht. (Offenbarung 20,11-15) Alles, was wir getan und gesagt haben, kommt einmal vor den Thron Gottes und findet eine abschließende Bewertung. Gottes Liebe und das Aufrichten seiner Gerechtigkeit gehören immer zusammen. Es entspricht seiner Wertschätzung, wenn Gott uns nicht einfach nur Lebenszeit gibt, dazu Kraft und Möglichkeiten, dieses von ihm geschenkte Leben zu gestalten, sondern, wenn er uns auch sagt, was er davon hält.
Manche meinen vielleicht, dass so etwas nicht stattfindet. Sie bauen darauf, dass ihr Tun und Lassen ohne Konsequenzen bleiben, dass sie mit all ihrer Bosheit irgendwie durchkommen. Maleachi sagt im Namen Gottes: Das Gericht findet statt. Und wenn es sich auch hinzieht und Gott uns in seiner Gnade Zeit gibt, damit wir eben umkehren können, so fällt es darum nicht aus. Und es ist überdies töricht, so zu denken, weil wir eben nicht wissen, wann unser Leben hier zu Ende geht. Und dann stehst du vor einem unbestechlichen Richter, dem du nichts vormachen kannst.
Es gibt in uns eine Sehnsucht nach Gerechtigkeit, die erst dann gestillt sein wird, wenn Gott in seiner absoluten Weisheit jedem das gibt, was ihm zusteht. In Vers 19 ist von einem brennenden Ofen die Rede. Da werden die Gottlosen brennen wie Stroh. Von ihnen wird man keinen Zweig und keine Wurzelmehrfinden. Gott hat keine Freude daran. Er liebt seine Geschöpfe. Wenn wir auf Jesus schauen, wissen wir das. Gott hat keine Freude am Tod des Sünders, sondern möchte, dass dieser Sünder umkehrt von seinem falschen Weg. (Hesekiel 33,11) Aber wenn er das partout nicht will, lässt Gott ihn irgendwann auch laufen. Gott nimmt uns ernst in unseren Entscheidungen. Auch das ist Ausdruck seiner Liebe.
Aber wer ihn sucht, nach ihm fragt, sein Rettungsangebot annimmt und auch so lebt, wer sein Herz auf ihn hin ausrichtet, für den geht – im Bild gesprochen-die Sonne auf. Lukas spricht von der aufgehenden Sonne in Kapitel 1, ab Vers 76. Die aufgehende Sonne ist Jesus. Er ist das Licht aus der Höhe, die Sonne der Gerechtigkeit. Diese Sonne scheint schon jetzt für Menschen, die durch seinen Tod gerecht gesprochen worden sind. Er leuchtet aus, bringt ans Licht, was nicht okay ist in meinem und deinem Leben, und schenkt mir seine Vergebung, wenn ich ihn darum bitte.
Bei ihm gibt es auch Heilung. Das Heil, die Heilung unter den Flügeln, von der Maleachi spricht, findet tatsächlich statt. Was uns auch immer passiert ist, wo wir innerlich verletzt sind, Jesus kann uns im Heiligen Geist dort berühren und Heilung schenken. Mit unserer persönlichen Auferstehung werden wir einmal ganz heil sein, an Körper, Seele und Geist. Jesus, unsere Sonne der Gerechtigkeit, bringt auch Freiheit. Kälber hüpfen tatsächlich manchmal, wenn sie endlich den Stall verlassen können. Ohne Jesus sind wir Gefangene und bleiben es auch.
Mit ihm sind wir frei, frei von Menschen und ihren Versuchen, uns zu manipulieren, frei von falschen Abhängigkeiten, frei auch von uns selbst. Wir drehen uns nicht um uns selbst, sondern schauen auf den, der uns liebt, der uns verändert, der unser Leben formt und gestaltet. Ich wünsche dir, dass die Sonne der Gerechtigkeit dein Leben überstrahlt, dass du Heil und Heilung erfährst, dass du in großer Freiheit, verbunden mit Jesus, dein Leben gestaltest.
Ihr Pastor Jochen Herrmann