Losung des Tages

10. April 2020

Wohl dem, der den HERRN fürchtet, der große Freude hat an seinen Geboten!
Psalm 112,1

Durch seine Wunden seid ihr heil geworden. Denn ihr wart wie irrende Schafe; aber ihr seid nun umgekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen.
1.Petrus 2,24-25
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Gedanken zum Monatsspruch

Pastor Herrmann
Pastor Herrmann

Monatsspruch für April: 1. Korinther 15,42
Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.

Liebe Leser!

Der Auferstehungsglaube, der Glaube, die feste Gewissheit, dass es ein Leben in Gottes Herrlichkeit gibt, ist kein Selbstgänger. Selbst unter Christen ist und war das umstritten! Der Korintherbrief ist ein beredtes Zeugnis dafür. Sicher, das Grab war leer. Jesus, den sie wie einen Verbrecher ans Kreuz genagelt haben und danach, nach seinem Tod, in ein Felsengrab gelegt haben, ist weg. Darin sind sich alle einig: seine Anhänger, die jüdische Geistlichkeit und die römische Obrigkeit.

Aber das leere Grab ist mehrdeutig. Vielleicht liegt eine Grabschändung vor? Vielleicht haben die Jünger es getan, um dann die Auferstehung zu behaupten? Es war ja keiner dabei, als Jesus von den Toten auferstanden ist. Aber den Auferstandenen haben viele gesehen. Viele sind ihm begegnet. Paulus ist das wichtig. Über 500 haben ihn gesehen, schreibt er, Männer und Frauen. Das sind Zeugen und viele leben noch (1. Kor 15, 6). Ihr könnt sie fragen! Denn ohne Auferstehung ist der Glaube eine Nullnummer, ein Witz, ja ein Betrug. Dann machen wir uns und anderen nur was vor. Dann können wir die Vorstellung, dass es für uns einen himmlischen Vater gibt, knicken und in die Tonne treten (1. Kor 15, 12-19).

Nun ist es aber sicher, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. Er, der für unsere Schuld am Kreuz gestorben ist, ihn hat Gott in ein neues, ewiges Leben gestellt. Nun können wir ganz fest darauf bauen, dass sein Opfertod wirksam ist und Sünde, Gottestrennung aufhebt. Jesus ist nicht nur von den Toten auferstanden, er hat den Tod besiegt. Mit ihm kommt ewiges Leben in diese alte Welt. Man merkt es den Ostererzählungen an, die in den Evangelien stehen; da gibt's die ganze Bandbreite der Gefühle bei den Jüngern: Furcht, Erstaunen, Bestürzung und Freude.

Hier kommt einer, der durch Wände gehen kann, der Raum und Zeit überwindet. Aber einer, der auch isst und an dem man die Wundmale von der Kreuzigung sieht. Der Auferstandene ist der Gekreuzigte und der Erstling der neuen Welt Gottes (Vers 20). Die Erstlingsfrucht steht für die ganze Ernte. Wenn die erste Getreideähre reif ist, dann werden die anderen bald folgen und ebenfalls reif sein. Wenn Jesus durch den Tod hindurch den Weg in die Auferstehung gegangen ist, werden alle, die an ihn glauben, ihm bald folgen. Wenn er, der der Kopf ist, durchgedrungen ist, werden wir, die wir seine Glieder sind und an ihm hängen, ebenfalls mit hineingenommen in seine Auferstehung.

Natürlich, so argumentiert Paulus, kommt der irdische Leib nicht in Gottes neue Welt hinein. Er muss in die Erde und wie das Weizenkorn sterben (Verse38ff). Aber wie aus dem gestorbenen Weizenkorn neues Leben hervorgeht, so wird Gott mit einem schöpferischen Machtwort denen neues Leben schenken, die mit Jesus verbunden sind. Ein Christ ist ein Mensch, der sein Leben schicksalhaft mit Jesus verknüpft hat. Diese enge Gemeinschaft kann selbst der Tod nicht aufheben. Halleluja!

Ihr Pastor Jochen Herrmann