Losung des Tages

20. April 2021

Gott sprach zu Noah: Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit euren Nachkommen und mit allem lebendigen Getier, dass hinfort keine Sintflut mehr kommen soll, die die Erde verderbe.
1.Mose 9,9-10.11

Weicht nicht von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt und das gepredigt ist allen Geschöpfen unter dem Himmel.
Kolosser 1,23
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Gedanken zum Monatsspruch

Pastor Herrmann
Pastor Herrmann

Monatsspruch für April: Kolosser 1,15
Christus ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.

Lieber Leser!

Die Christen in Kolossä haben sich gestritten: Reicht der Glaube an Jesus Christus? Gibt's nicht noch andere Wege, Zugänge, um Gott zu begreifen? Die himmlische Welt ist doch mit vielen Wesen bevölkert! Da gibt's unzählige Engel. Und die Judenchristen haben gesagt: Was ist mit den Geboten? Über viele Jahrhunderte hinweg waren die für uns identitätsstiftend. Die haben uns Halt und Orientierung gegeben. Die müssen wir unbedingt erhalten und weiter pflegen!

Paulus hält dagegen: Jesus Christus reicht vollkommen. Mehr brauchen wir nicht. Wenn wir ihn haben, haben wir alles. Im Internet gibt es eine Seite „Jesus Plus Nothing". Jesus plus Nichts – das ist die direkte, wortwörtliche Übersetzung. Es ist wie eine Kampfansage gegen die Tendenz, sich als aufgeklärt zu geben, wenn man seinen Glauben mit allerlei anreichert. Der Evangelist Johannes argumentiert auf der gleichen Ebene, wenn er sagt: Der Logos war bei Gott, am Anfang. Aber dann ist der Logos – kann man mit Urgrund, Vernunft, Weltensinn umschreiben – Fleisch geworden. (Johannes 1, 1-14)

In dem Menschen Jesus steckt das Bild des unsichtbaren Gottes. In ihm ist der ganze Gott zu Hause. Er steht der Schöpfung vor. Das war für die „aufgeklärten" Heiden damals töricht und für die Juden war es ein Skandal, kam der Lästerung Gottes gleich. (1. Kor 1, 23)  Ein Gott, den man fühlen, riechen, hören und betasten kann. Ein Gott, mit dem an einem Tisch sitzen kann, zusammen ein Gespräch führen kann; das war für viele nicht hinnehmbar. Aber für diejenigen, die an ihn glauben, ihm wirklich vertrauen, ist es eine Gotteskraft, die alles Bisherige sprengt. (1. Kor 1, 18). Die Konzentration ganz auf ihn ist eine ,,seligmachende Engführung".

Was haben die Leute für ein Bild von mir? So hat Jesus mal eine Umfrage im engsten Jüngerkreis gestartet. Dann kam: Du bist wie Johannes der Täufer oder wie Elia, wie Jeremia. Das sind alles beachtliche Propheten, wahre Gottesmänner. Und ihr, was sagt ihr? Da sagt Simon: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes! Er hätte auch sagen können: Du bist das Bild des unsichtbaren Gottes. Und Jesus sagt ihm zu: Du bist selig, Simon, denn das hast du dir nicht selbst ausgedacht. Das ist dir offenbart worden. Das hat dir mein Vater im Himmel gezeigt. (Matthäus 16, 13-17)

Menschengeist kann sich nicht erklären, wer Jesus ist. Die Menschen damals haben immer wieder gesagt: Ist das nicht der Zimmermannssohn? Wir kennen doch seine Familie! Wie kann er dann sagen, dass er himmlischen Ursprungs ist? (Matthäus 13, 55-58) Und als er am Kreuz hing, wie ein gewöhnlicher Verbrecher gestorben ist, haben sie ihn verspottet. Man kann ihn so leicht verkennen.

Aber wem der Vater im Himmel, wem der Heilige Geist es zeigt, der kann das sagen, was etwa der Hauptmann auf Golgatha bekennt: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn! (Matthäus 27, 54) Ihn hat Gott erhöht, aus dem Tod geholt und hat ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen steht. Vor ihm werden sich alle Knie beugen und alle Zungen bekennen, dass er, Jesus Christus, der Herr ist. (Philipper 2, 9-11)

Ihr Pastor Jochen Herrmann