Losung des Tages

1. Januar 2026

Der HERR wird aufheben die Schmach seines Volks in allen Landen.
Jesaja 25,8

Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen.
1.Johannes 4,9

Gedanken zum Monatsspruch

Pastor Herrmann
Pastor Herrmann

Monatsspruch für Januar: 5. Mose 6,5
Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.

Liebe Leser!

Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. So hat es Jesus in der Bergpredigt gesagt. (Matthäus 6,21) Was dir wirklich wichtig ist, was du als wertvoll erachtest, da schlägt dein Herz. Es liegt dir am Herzen. Deine ganze Lebenskraft, dein Trachten, dein Denken richten sich auf das aus, was du als das Zentrum deines Lebens siehst.

Juden beten das „Shma Israel" jeden Tag: „Höre, Israel! Der HERR, unser Gott, der HERR ist einzig." So steht es im Vers 4. Und dann folgt das, was ihnen am Herzen liegt: Gott lieben mit ganzer Seelenkraft, in völliger Hingabe, ohne Kompromiss. Um es nicht zu vergessen, haben sie ein kleines Kästchen auf ihrer Stirn und am Unterarm mit Riemen (Tefillin) befestigt. Alles, was sie sehen, denken, tun, soll von der Liebe zu Gott durchdrungen sein.

Ist das ein guter Vorsatz für das neue Jahr: Alles, was ich tue, lasse, denke, soll davon geprägt sein, wie wichtig mir Gott ist, wie sehr ich ihn liebe? Jesus hat dieses „Shma Israel" aufgegriffen und es ist gleich dreifach in den Evangelien überliefert worden. (Mt 22, Mk 12, Lk 10) Die Ausgangslage ist ungefähr gleich. Ein Schriftgelehrter fragt ihn: Was ist wirklich wichtig im Leben? Worauf kommt es an? Was muss ich tun, um das ewige Leben zu bekommen?

Und Jesus sagt: Du sollst Gott lieben von ganzem Herzen, mit deiner ganzen Seelenkraft und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Den Hinweis auf die Liebe zum Nächsten und auf die Selbstliebe finden wir im 3. Buch Mose, Kapitel 19, Vers 18. Alles, was Gott von dir will, ist in diesen drei Formen der Liebe enthalten. Die Gebote Gottes haben das zum Ziel: Gott lieben, den Nächsten lieben, sich selbst lieben.

Da steht im Griechischen eine Form von Agape. Das ist die Liebe, die nicht an Bedingungen geknüpft ist, die nicht fragt, ob sich das lohnt, so zu lieben. So liebt dich Gott in Jesus. Es ist keine theoretische Liebe. Sie zeigt sich. Es ist eine hingebungsvolle Liebe; wenn wir auf Jesus schauen, der blutig am Kreuz hängt, weil er uns so sehr liebt, sehen wir das.

So sehr bist du geliebt. Die Erfahrung wünsche ich dir: Ich bin geliebt, nicht, weil ich im neuen Jahr immer alles richtig machen werde, sondern, weil Gott sich dafür entschieden hat, mich so sehr zu lieben. Aus dieser Erfahrung heraus kannst du auch dich selbst lieben, gehst liebevoll mit dir um. So geliebt, kannst du auch Gott lieben, Jesus lieben. Du fragst ihn, was er will, du setzt ihn an die erste Stelle in deinem Leben. Er soll auch 2026 die Nummer EINS bei dir sein.

So geliebt, kannst du auch andere lieben. Auf die Frage nach dem Nächsten, den ich lieben soll, erzählt Jesus das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter, der sich liebevoll um den Juden gekümmert hat, der zusammengeschlagen auf seinem Weg lag. (Lukas 10,29-37)

Alle drei Formen der Liebe gehören zusammen, keine kann für sich isoliert gelebt werden. So wünsche ich dir, dass du im neuen Jahr ganz viel Liebe von Gott erfährst. Ich wünsche dir, dass du ihn lieben kannst, dass du ihm zeigen kannst, wie wichtig er für dich ist. Und ich wünsche dir viele Möglichkeiten, um andere zu lieben, Menschen, die Gott dir in den Weg „legt".

Ihr Pastor Jochen Herrmann

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