Losung des Tages

14. Juni 2024

Das ganze Volk jauchzte laut beim Lobe des HERRN, weil der Grund zum Hause des HERRN gelegt war.
Esra 3,11

Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.
1.Korinther 3,11

Gedanken zum Monatsspruch

Pastor Herrmann
Pastor Herrmann

Monatsspruch für Juni: 2. Mose 14,13
Mose sagte: “Fürchtet euch nicht! Bleibt stehen und schaut zu, wie der Herr euch heute rettet!"

Lieber Leser!

Israel ist auf dem Weg in die Freiheit, angeführt von Mose. 430 Jahre sind eine lange Zeit in der Fremde, zumal die letzten Jahre in Sklaverei verbracht worden sind, in Abhängigkeit. Unter dem Druck der mächtigen Taten Gottes muss Ägypten schließlich das Volk ziehen lassen. Der Herrschaftsanspruch der Unterdrücker unterliegt dem Freiheitsanspruch Gottes für sein Volk.

In der Nacht brechen sie auf und lassen alles hinter sich. Aber dann ist die fremde Macht plötzlich da, hinter ihnen. Die feindlichen Truppen verfolgen sie. Sie geben sich kämpferisch, kriegerisch. Die Vergangenheit holt sie ein. Das, was zurückliegt, als erledigt angesehen worden ist, ist plötzlich da. Die alten Bindungen melden ihren Anspruch an. Vielleicht kennst du das auch?

Die Menschen damals wenden sich an Mose: Haben wir es dir nicht schon gesagt: Wir wollen lieber in Knechtschaft den Ägyptern dienen, als nun hier in der Wüste zu sterben. (2. Mose 14,12) Die Freiheit ist nur ein schöner, unerfüllbarer Traum, die Knechtschaft ist die bittere Realität. Aber es ist wenigstens das, was wir kennen.

Mit meiner Umkehr zu Jesus und mit meiner Taufe vor knapp 40 Jahren habe ich gedacht, dass meine Vergangenheit damit „begraben" ist, ein für alle Mal erledigt und vorbei. Doch dann habe ich gemerkt, dass alte Bindungen durchaus ihre Ansprüche noch anmelden und mich meine Vergangenheit verfolgt. Aber das ist die gute Nachricht: Freiheit ist möglich, weil Gott selbst einen Weg bahnt, den ich gehen kann.

Und Gott hält die Zügel in seiner Hand. Die Konfrontation mit den Ägyptern ist bewusst so herbeigeführt, damit er seine Macht vor aller Welt demonstrieren kann. Der Lagerplatz in Vers 2 ist kein sicherer Ort. Aber Gott will, dass sich das Volk gerade dort aufhält, wo deutlich wird, wer hier den Sieg erringt. Es scheint ein Schritt in die falsche Richtung zu sein. Wir wissen, dass am Ende die ägyptische Streitmacht im Wasser ertrinkt. Der Kampf ist längst entschieden, ehe er begonnen hat. Es ist nicht mein Kampf. Der Herr wird für euch streiten, seid nur stille. (Vers 14)

Es gibt Kämpfe, die ich nicht kämpfen muss, auch nicht kämpfen kann. Ich will da Gott gerne den Vortritt lassen, immer wieder neu. Derweil will ich meinen Weg in die Freiheit gehen und Erfahrungen seiner gnädigen Führung machen.

Ihr Pastor Jochen Herrmann

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