Losung des Tages

18. Mai 2024

Der HERR sprach: Ich habe das Elend meines Volks in Ägypten gesehen, und ihr Geschrei über ihre Bedränger habe ich gehört.
2.Mose 3,7

Wenn ein Bruder oder eine Schwester nackt ist und Mangel hat an täglicher Nahrung und jemand unter euch spricht zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch!, ihr gebt ihnen aber nicht, was der Leib nötig hat - was hilft ihnen das?
Jakobus 2,15-16

Gedanken zum Monatsspruch

Pastor Herrmann
Pastor Herrmann

Monatsspruch für Mai: 1. Korinther 6,12
Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber nichts soll Macht haben über mich.

Alles ist mir erlaubt! Gerade Paulus ist das sehr wichtig. Er hat dafür gekämpft, hat Schläge eingesteckt, ist dafür verfolgt worden. Das Evangelium von Jesus Christus setzt uns frei, befreit uns von dem Druck, Gott durch gute Werke gefallen zu wollen.

Den Galatern, die einen Rückfall in alte Gewohnheiten hatten und sich wieder eng an jüdische Gesetze und Vorschriften halten wollten, schreibt er: Wollt ihr wirklich das, was ihr im Geist Christi begonnen habt, nun im Fleisch vollenden? Gal. 3,3 Aber die Freiheit, in die uns Jesus Christus stellt, will gestaltet werden. Freiheit meint hier nicht Beliebigkeit. In Korinth war man zum Beispiel der Meinung, dass Prostitution möglich ist. Es ist doch für meine ewige Erlösung nicht so wichtig, was hier zu Lebzeiten mit meinem Körper passiert.

Paulus hält dagegen. Die Freiheit ist kein Freibrief. Der, der mich freisetzt, der, der mich mit seinem kostbaren Blut als sein Eigentum erworben hat, möchte auch, dass mein Körper ihn ehrt. Und dient es dem Gutem, ist es wirklich förderlich, wenn ich bei einer Frau liege, die nicht die meine ist? Nein, das kann nicht sein! Es beschädigt meine Ehe und beschmutzt, belastet meine Christusbeziehung. Alles, was ich mit meinem Körper tue, berührt auch Jesus und meinen Glauben an ihn. Süchte, die ich aufbaue, Abhängigkeiten jeder Art, in die ich gerate, nehmen mir die Freiheit, in die Jesus mich stellt.

In Vers 19 spricht Paulus davon, dass unser Körper, unser Leib ein Tempel des Heiligen Geistes sein soll. Der Geist Gottes will da wohnen, sich entfalten. Durch unser Leben, durch unser Tun und Lassen soll sichtbar werden, wer in uns herrscht, wem wir gehören. In 1. Kor 10 fragt Paulus auch, ob meine Art, die Freiheit zu leben, dem Aufbau der Gemeinde dient. Er selbst hält es für besser, seine eigene Freiheit zu beschneiden, um nicht Anstoß zu erregen.

Die Freiheit ist ein kostbares Gut. Sie kann nur in einer engen Bindung an Jesus Christus gut gelebt werden. Manchmal brauchen wir auch eine Tempelreinigung, wie sie Johannes in Kapitel 2 beschreibt. Da sammeln sich mit der Zeit Gewohnheiten und Verhaltensweisen bei uns an, die unsere christliche Identität verdunkeln.

Folgende Fragen können uns vielleicht helfen:

  • Ist das, was ich tue, gut für mich und andere?
  • Ist mein Leben eine „Empfehlung" für den Glauben an Jesus Christus oder hält es Menschen davon ab, Jesus zu vertrauen?
  • Dient mein Verhalten der Gemeinschaft der Gemeinde? Fördert und stärkt mein Leben den Zusammenhalt der Gemeinde?

Ich wünsche uns, dass wir so leben, dass Menschen darüber Gott loben können. Ich wünsche uns ein Verhalten, das in großer Freiheit und in alleiniger Bindung an Jesus Christus gelingt!

Ihr Pastor Jochen Herrmann

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