
Monatsspruch für Februar: 5. Mose 26,11
Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der HERR, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat.
Liebe Leser!
Kannst du dich freuen über das, was du hast und rechnest du es Gott zu, der für dein Leben sorgt? Hier in Kapitel 26 gehen wir einen Weg mit, verfolgen wir eine Segensspur, die Gott gelegt hat. In Vers 5 ist vom umherirrenden Aramäer die Rede. Gemeint ist Abraham, der aus Haran loszieht, weil er Gott vertraut hat.
Seine Nachkommen siedeln sich in Ägypten an, wachsen, werden dann unterdrückt, wie Sklaven gehalten. Gott holt sie da raus, führt sie durch die Wüste. Sie lernen, wie sich Freiheit anfühlt, wenn sie sich an Gott binden. Er, Gott schenkt ihnen neues, fruchtbares Land, wo Milch und Honig fließen. (Verse 6-10) Das alles sollen sie nicht vergessen. Dieses kleine geschichtliche Credo, dieses Bekenntnis zu dem Gott, der ihnen eine Identität geschenkt hat, der sie liebevoll begleitet und versorgt hat, soll ihnen die Freude an Gott großmachen, soll ihnen helfen, nicht zu vergessen, wem sie alles verdanken.
Wir haben auch unser Credo: Jesus holt uns aus der Verstrickung der Sünde, aus der Gottesferne heraus und stellt uns auf einen Boden, wo wir Gemeinschaft mit Gott haben, der wie ein Vater für uns sorgt. Die Freude über die gute Versorgung Gottes findet bei den Juden ihren Ausdruck im Darbringen der Erstlingsfrucht. Davon ist in Vers 10 die Rede. Das, was sie ernten, gehört ihnen nicht wirklich. Sie dürfen es genießen, sich darüber freuen, aber auch davon abgeben. Gott, der gerne gibt, freut sich, wenn wir das, was wir bekommen, mit anderen teilen.
Empfangen, weiterreichen; es ist ein Segensfluss durch unser Leben hindurch. Schawuot, so heißt das Fest, das 5 Wochen nach Passah gefeiert wird, wo die Erstlinge der Ernte Gott gebracht werden. Es istein fröhliches Fest, die Häuser sind geschmückt, es wird getanzt und gefeiert. Es ist eine Freude, wenn man empfängt, weiß, wem man das alles verdankt und Möglichkeiten hat, seine Freude und das, was man bekommen hat, weiterzugeben. An diesem Tag haben die Frauen und Männer, die sich in Jerusalem aufgehalten haben, weil Jesus es ihnen gesagt hat, den Heiligen Geist empfangen. Sie waren außer sich vor Freude und haben ihre Freude mitgeteilt.
Simon Petrus hat eine beeindruckende Predigt gehalten und viele Zuhörer waren ergriffen und haben unter dem Einfluss des Heiligen Geistes zum Glauben an Jesus gefunden und sich taufen lassen. Von diesen Menschen, die zur ersten Gemeinde gehört haben, heißt es, dass sie sich mit viel Freude im Herzen getroffen haben, um miteinander zu essen und sie haben Gott gelobt. (Apostelgeschichte 2,46-47)
Ich wünsche dir Freude, weil Gott dir durch Jesus dein Leben reich macht. Ich wünsche dir, dass du Möglichkeiten findest, ihm zu sagen, wie froh du darüber bist und Gelegenheiten, um deine Freude mit anderen zu teilen
Ihr Pastor Jochen Herrmann